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Bodenseefischer

Der Bodensee ist mit 536 Quadratkilometer Fläche der größte See Deutschlands, er ist mit 254 m der tiefste, und er wird hauptsächlich von den Alpen her von sehr viel frischem Wasser durchströmt. Das lässt die Fische gedeihen. Schon immer ernährte der See seine Anwohner, und auch die zeitweiligen Anwohner, nämlich die Gäste, schätzen die frisch gefangenen Bodenseefische.

 Das Wasser des Bodensees ist heute so rein wie seit hundert Jahren nicht mehr. Es ist fast zu rein, denn der See erzeugt heute wesentlich weniger Fischnahrung als noch vor 30 Jahren, die Fänge der Fischer werden dadurch immer schmäler, da die Fische langsamer wachsen.

Zum Schutz der Fische und damit auch zur Sicherung der Fangerträge und zum Schutz einer nachhaltigen Fischerei gibt es seit Jahrhunderten internationale Fangbeschränkungen:
Die Schonzeiten und die Mindestmaße sind gesetzlich geregelt und werden streng überwacht. Die Zahl der Fischer wird über die Fischereipatente international reglementiert. Die Zahl der verwendeten Netze, die Maschenweiten und vieles mehr sind ebenfalls streng geregelt.

Rund um den See gibt es fünf Fischbrutstationen, die sich nach Kräften bemühen für Nachwuchs in ausreichender Zahl zu sorgen, auch in widrigen Jahren. Der See befand sich damit immer im Gleichgewicht.

Der Vogelschutz ist so wichtig wie der Schutz der Fische und des Planktons. Der Kormoran war in Deutschland im 19. Jahrhundert nahezu ausgerottet. Seit etwa fünfzig Jahren wird sein altes Ausbreitungsgebiet zunehmend von seiner chinesischen Form, dem eingewanderten Phalavrocorax carbo sinensis besetzt. Seit dreißig Jahren vermehrt er sich Dank der Schutzmaßnahmen invasiv und erschließt sich Jahr für Jahr weitere neue Brutgebiete. Heutzutage fangen im Bodensee die Kormorane mehr Fische als alle Bodensee-Fischer zusammen, denn der Kormoran jagt seine Beute in bis zu 50 m Wassertiefe und frisst Fische ab 6 cm Größe auch während der gesetzlichen Schonzeiten. Im See hat sich dadurch ein neues Gleichgewicht eingependelt, zu Ungunsten der Fischer, die ihren Ertrag mit immer mehr Kormoranen, Gänsesägern und Fischreihern teilen müssen.

Hier stößt der Vogelschutz an eine Grenze. Wir Fischer bestehen auf Regulierungsmaßnahmen, um wieder zum alten Gleichgewicht zu kommen.

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