Aktuelles

Aktuelles vom Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte Baden-Württemberg e. V.

Forellenforum am Montag 05.11.2018 im Hotel "Sternen" in 78187 Geisingen Ringstr. 2 bitte anmelden unter www.lazbw.de oder telefonisch unter der Rufnummer 07543/9308-0

Über den untenstehenden Link erhalten Sie aktuelle Informationen über unsere Mitglieder und deren Angebote und Leistungen

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Staatssekretärin besucht Forellenzucht in Lichtenstein-Honau

„Regionalität spielt glücklicherweise für die Verbraucher wieder eine immer größere Rolle. Besonders erfreulich dabei ist, dass auch wieder mehr Fisch aus der Region für die Käufer im Angebot ist. Dies bedeutet viel Arbeit und Geschick, wie hier in Honau erfolgreich zu sehen ist“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Donnerstag (31. August), beim Besuch der Fischzucht ‚Forellenhof Rössle‘ in Lichtenstein-Honau (Landkreis Reutlingen). Sie informierte sich vor Ort über die Qualität der Aufzucht von Forellen und Saiblingen und deren Vermarktung.

Im Rahmen der Führung durch Gerhard Gumpper, Mitinhaber der Forellenzucht, durch die Anlage konnte sich die Staatssekretärin einen guten Eindruck von einer modernen Forellenzucht-Anlage machen. Ziel der erst kürzlich umgebauten Anlage sei es, den Fischen eine optimale Wasser-, Sauerstoff- und Futterversorgung zu bieten. Gleichzeitig könne jetzt das ablaufende Wasser effektiver gereinigt werden, so dass auch die Umwelt von den Investitionen profitiere. Für die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen stehen Fördermittel des Landes und aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) zur Verfügung.

„Ich bin sehr angetan von dem Vermarktungskonzept des Betriebs ‚Forellenhof Rössle‘. In Baden-Württemberg setzen wir auf regionale Ware und kurze Vertriebswege“, so die Staatssekretärin. Durch den Verzehr und den Direktverkauf aller Fische im angeschlossenen Hotel und Restaurant würde der regionale Anspruch voll umgesetzt. „Dazu haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass Fischzüchter das Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW) nutzen und Forellen und Saiblinge unter diesem Siegel vermarkten können. Damit weiß der Verbraucher, dass er regional erzeugte Ware in Top-Qualität bekommt.“ Auch der ‚Forellenhof Rössle‘ nutzt das QZBW für seine Forellen und Saiblinge.

Hintergrundinformationen

a) Fischzucht ‚Forellenhof Rössle‘
Der Betrieb besteht seit 1885 und wird von den Besitzerfamilien Gumpper und Stoll in der 5. Generation betrieben. Neben der Anlage Honau im Forellenweg existiert eine weitere Anlage in Unterhausen-Zellertal. In Honau werden Forellen und Saiblinge zu Speisefischen großgezogen, im Unterhauser Zellertal werden die Eier erbrütet und die Brut wird zu Jungfischen aufgezogen.

b) Forellenzucht in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist in der Forellen-Teichwirtschaft hervorragend positioniert. Günstige topografische Bedingungen und eine vergleichsweise gute Verfügbarkeit von ganzjährig sauerstoffreichem und sommerkühlem Wasser ermöglichen, nach amtlicher Statistik eine jährliche Produktion von ca. 4.000 bis 5.000 Tonnen Speise- und Satzforellen sowie Saiblingen. Die Anzahl der Haupterwerbsbetriebe wird nach qualifizierter Einschätzung mit 110, die Anzahl der Nebenerwerbs- und Hobbybetriebe mit ca. 3.000 angegeben.

Damit wird in Baden-Württemberg mehr als ein Drittel der bundesweit produzierten Salmoniden (Forellen und Saiblinge) großgezogen. Auf Deutschland bezogen wird im Vergleich zur heimischen Produktion etwa die dreifache Menge an Salmoniden aus EU-Mitgliedstaaten und Drittländern importiert.

Die Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg in Langenargen berät und unterstützt die Betriebe, indem sie regelmäßig über neue Erkenntnisse informiert, zum Beispiel durch einen Rundbrief oder jährliche Informationsveranstaltungen. Ein Schwerpunkt ihrer praxisbezogenen Untersuchungstätigkeit liegt seit einigen Jahren im Bereich der Aquakultur und zum Teil werden Untersuchungen in Zusammenarbeit mit Fischzuchtbetrieben durchgeführt.

c) Fördermöglichkeiten im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF)
Baden-Württemberg beteiligt sich seit vielen Jahren erfolgreich an der europäischen Fischereiförderung. Im aktuellen Förderzeitraum 2014 bis 2020 stehen ca. 6,6 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung. Der Landesanteil beträgt 1,3 Mio. Euro. Förderanträge können beim Regierungspräsidium Tübingen, Referat 32, gestellt werden, Zuwendungen werden als Zuschuss gewährt. Die Höhe des Zuschusses beträgt je nach Art des Vorhabens zwischen 25 und 40 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Näheres zur Förderung findet sich im Förderwegweiser des MLR (https://www.landwirtschaftbw.info/pb/MLR.Foerderung,Lde/Startseite/Foerderwegweiser/EMFF).

d) Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW)
In das QZBW wurde der Produktbereich ‚Süßwasserfische aus Aquakultur und daraus hergestellte Erzeugnisse‘ nach einer Testphase zum 1. Januar 2017 neu aufgenommen.

QZBW ist ein Gütesiegel für Produkte, die nach den Bestimmungen der produkt-spezifischen Grund- und Zusatzanforderungen in Baden-Württemberg erzeugt wurden. Erzeuger werden über eine Teilnahmevereinbarung in das QZBW aufgenommen, Zeichennutzer über einen Zeichennutzungsvertrag. Das Zeichen kann von allen Unternehmen genutzt werden, die mittels eines Zeichennutzungsvertrages in das Kontroll- und Prüfsystem eingebunden sind. Die Anforderungen, die von Erzeugern und Verarbeitern eingehalten werden müssen, sind in den Grund- bzw. Zusatzanforderungen definiert.

Fischereiförderung nach EMFF

 Aktuelle Informationen und Formulare erhalten Sie unter

https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.Foerderung,Lde/Startseite/Foerderwegweiser/EMFF

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Regeln und Empfehlungen zum Betrieb
von Angelteichen in Baden-Württemberg

- Wer eine Angelteichanlage betreibt, bedarf der Genehmigung durch die zuständigen Behörden (Veterinärbehörde, Fischereibehörde)
- An Angelteichen werden Angler ständig von Fachpersonal beaufsichtigt
- Auf der Anlage ist eine für jeden sichtbare Teichordnung vorhanden
- Der Fischbestand in einem Teich besteht nur aus Arten, die zusammen passen und für das Gewässer geeignet sind
- Im Angelteich sind ausschließlich Fische in verzehrfähiger Größe vorhanden
- Grundsatz: Fische dürfen sich nicht unmittelbar vor dem Angeln bereits in menschlicher Hand befunden haben.
- Wachsen die Fische in einem Abwachsteich heran, können sie durch einen Verbindungskanal oder ein Rohr in den Angelteich schwimmen. Dort werden sie über das Angeln entnommen.
- Angelteiche ohne einen angeschlossenen Abwachsteich besitzen eine Ruhezone, in der nicht geangelt wird. Diese Zone muss ausreichend groß und abgetrennt sein.
- Sofern keine ausreichende Naturnahrung vorhanden ist, sind die Fische zu füttern
- Die Angler sind sachkundig (nachgewiesen durch einen gültigen Jahresfischereischein) oder werden vom Betreiber vor Beginn des Angelns ausführlich
eingewiesen (mündlich und durch Aushändigen eines Merkblatts; erfolgte Einweisung und Erhalt des Merkblatts werden durch Unterschrift bestätigt)
- Geeignetes Angelgerät und Unterfangkescher (Eigenbesitz oder vom Betreiber ausgeliehen)
- Maximal 2 Ruten pro Angler
- Während der Öffnungszeiten sind ständig sachkundige Personen mit Weisungsbefugnis anwesend
- Der fachgerechte Umgang mit den Fischen wird durch die sachkundige Person sichergestellt
- Schlachtplätze sind vom Betreiber sauber zu halten und mit fließendem Wasser zu versehen, Schlachtabfälle sind fachgerecht zu entsorgen
- Kühlmöglichkeiten für die geschlachteten Fische sind vorzusehen

Stand 9.3.2015 Herausgeber/Copyright: Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte in Baden-Württemberg e.V. Schenkenbergstr. 5 in 78736 Epfendorf Weitergabe und Vervielfältigung nur in Absprache mit dem Landesverband erwünscht!
Tel.: (07404) 2538     E-Mail: info@butbw.de     Fax: (07404) 9308970    Internet: www.butbw.de

Ehrungen beim Landesverband der Berufsfischer und Teichwirte in Baden-Württemberg e.V.

Im Zuge der Hauptversammlung für das Jahr 2016 konnte der Vorsitzende einen weiteren verdienten Fischzüchter für seine langjährige Mitarbeit im Verband ehren. Die Vorstandschaft hatte dazu einstimmig beschlossen Herrn Hans Belser zum Ehrenmitglied zu ernennen. Der Geehrte erhielt dazu in der Versammlung eine Ehrenurkunde und ein Weingebinde überreicht.
Das Bild zeigt Herrn Hans Belser, der im Beisein seiner Familie die Glückwünsche entgegen nimmt.

Ehrung der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder

Anlässlich der in dieser Hauptversammlung durchgeführten Wahlen sind einige verdiente Vorstandsmitglieder aus dem Vorstand ausgeschieden, denen der Verband zu großem Dank verpflichtet ist. Für ihre langjährige Treue zum Verband und Ihre engagierte Mitarbeit in der Vorstandschaft erhielten die ausscheidenden Vorstandsmitglieder ein Weingebinde überreicht.
Der Vorsitzende dankte dabei besonders Herrn Joachim Hug Fachabteilungsleiter Karpfenzucht und Herrn Helmut Hummel Stv. Fachabteilungsleiter Karpfenzucht, der leider im Juli 2017 überraschend verstorben ist.
Besonders dankte er dem Ehrenmitglied Peter Hofer, der bisher die Verbandskasse verwaltet hat und den Herren Josef Dürr und Hans Schmutz, die sich als langjährige Kassenprüfer ebenfalls um die Finanzen des Verbandes verdient gemacht haben.